Events & Berichte
Kinderfest und 100 Jahre Schule Dollenchen PDF Drucken E-Mail

Das Wetter meinte es gut an diesem Sonntag. Die besten Voraussetzungen für unser traditionelles Spielplatzfest. In diesem Jahr fand es in Verbindung mit einem Jubiläum statt. Die alte Schule in Dollenchen wurde 100 Jahre alt. Organisiert von Frank- Uwe Mittelstädt gestaltete man den Jugendclub in einen Ausstellungsraum um.


Viele, viele Fotos aus den vergangenen Jahrzehnten wurden zusammen getragen und konnten mit anderen Schulutensilien bestaunt werden. Und zum gemütlichen Kaffeetrinken hielt „Lehrer Frank- Uwe“ noch einen Vortrag über die alten Zeiten der Dollenchener Schule.

Auf dem Schulhof und dem heutigen Tummelplatz für die Kids ging es natürlich lauter zu. Kein Wunder bei den verschiedenen Spielen und der Hopsburg.

Eine kleine Showeinlage zeigten die Mädels aus Dollenchen und Sallgast.

Das traditionelle Fußballspiel viel in diesem Jahr leider aus, weil am gleichen Tag der Amtsauscheid der Freiwilligen Feuerwehren stattfand. Sehr erfolgreich waren am Vortag die Jungs und Mädels beim Amtsausscheid der Jugendfeuerwehren. Sie nahmen Pokale für drei erste Plätze mit !!!



 
Teichfahren vom 21.August 2010 PDF Drucken E-Mail

Gaudi am Dollenchen Dorfteich

Pünktlich zum 2.Teichfahren in Dollenchen war der Hochsommer zurückgekehrt. Unter dem leider wiederholt leer gebliebenem Storchennest am Luschk fanden sich die Besucher ein. Es gingen vier Mannschaften an den Start, zwei aus Sallgast und zwei aus Dollenchen. Den Sieg erkämpfte sich eine Sallgaster Mannschaft, die sich spontan den Namen „Ersatzbank Sallgast“ gegeben hatten.

Wirklich schade, dass die anderen Jugendclubs der Umgebung keine Mannschaft gestellt haben. Mehr als werben und einladen können wir nicht, äußerte sich doch etwas enttäuscht Daniel Wunderlich vom Jugendclub Dollenchen. Auch beim anschließenden Teichfahren blieben die Sallgaster und Dollenchener unter sich. Drei Teilnehmer aus Sallgast und fünf aus Dollenchen meldeten sich zum Start an. Der jüngste Teilnehmer war Marcel Donath mit 16 Jahren. Das jedoch Teichfahren nicht nur ein Sport für Jugendliche ist bewies Ralf Koalick 50 Jahre alt, der nach der absolvierten Runde um den Teich genau so schwungvoll auf das Brett auffuhr wie sein Sohn Dennis der mit 25 nur halb so alt ist. Immer drei Runden waren zu absolvieren, davon eine halbe Teichumfahrung auf der Wiese und dann auf das Brett über den Teich, sehr oft auch in den Teich.

Dann galt es im Teich das Rad greifen, manchmal auch zu suchen, denn nach den vielen Regenfällen war der Luschk viel voller als im vergangenen Jahr, nun an das Ufer und weiter ging es. Einige stellten sich die Frage, auf welchem Teich üben eigentlich die Sallgaster? Franz Maier aus Sallgast, der auch schon im vergangenen Jahr dabei war, siegte nach vielen Runden knapp vor Marcel Donath und er dritte Platz ging an Tobias Mann, ebenfalls aus Sallgast.

Doch alle acht Teilnehmer waren sich nach fast zwei Stunden und vielen Stürzen vom Brett in den Teich einig, hier ging es vor allem um den Gaudi. Genau das gefiel auch den zahlreichen Zuschauern, die mit Applaus nicht sparten. Das ist wie früher, war es aus den Reihen der Älteren zu hören. Diese waren schon im vorigen Jahr darüber begeistert, dass der Jugendclub eine alte Tradition, die es früher in Dollenchen gegeben hatte, wieder aufleben ließ. Der Jugendclub möchte allen Helfern für die Unterstützung beim Aufbau und der Durchführung ihrer Veranstaltung danken. Auch die Kleinen hatten ihren Spaß auf der Hüpfburg, auf den Hüpfbällen und den Pferden. Das nächste Ereignis für Klein und Groß in Dollenchen ist in drei Wochen zum 650. Geburtstag des Dorfes.


 

 
45. Stollenreiten PDF Drucken E-Mail

Am 12. und 13. Juni hatte der "Traditionsverein Stollenreiten e.V." Dollenchen eingeladen. Start war, im Rahmen der Brandenburger Landpartie, beim Hoffest von Landwirt Ulf Klaunigk. Man konnte Landwirtschaftstechnik anschauen, den großen Kuhstall besichtigen, altes Handwerk wurde vorgeführt. Für die Kinder gab es Ponny- Reiten, Kutsche fahren. Höhepunkt für die Kinder aber war natürlich das Traktor fahren, bereitgestellt von der Firma TSG Technik & Service GmbH Grossräschen. Hier durften die Kids sogar selbst ans Steuer.

Am Nachmittag ging es dann mit dem "Kinderland Dollenchen e.V." auf dem Festplatz weiter, mit dem traditionellen Kinderfest. In diesem Jahr stand es unter dem Motto "Bauernolympiade". An verschiedenen Stationen, vom Gummistiefeltorwandschießen, Hufeisenweitwurf, Hüpfpferderennen, Sackhüpfen, Kartoffellauf bis zum Kuhhörner- Zielwurf, konnten die Großen und Kleinen ihre Geschicklichkeit testen. Wer sein Äußeres verändern wollte, nahm beim Schminken Platz. Zum Toben stand die Hoppsburg bereit. Und wer noch Lust hatte, grillte am späten Nachmittag seine Wurst selbst am offenen Feuer. Den Kindern hat es Spaß gemacht, wie man in den Gesichtern mit mehr oder weniger rotem Brausemund, sehen konnte.

Vielen Dank an all die fleißigen Helfer !!!

 

 
Berliner Zeitung vom 1.Juni 2010 PDF Drucken E-Mail

 

Nachdem ein Fernsehteam in und über Dollenchen gedreht hat und der Beitrag am 15.Mai 2010 in der ARD-Sendung „BRISANT“ gesendet wurde, sind Mitarbeiter der „BERLINER ZEITUNG“ auf uns aufmerksam geworden. Auch hier waren zwei Reporter im Ort und haben sich ein Bild vom KINDERLAND DOLLENCHEN gemacht. Dieser Artikel erschien heute, pünktlich zum Kindertag.


Berliner Zeitung

Das Dorf der Kinder
Die Turnhalle von Dollenchen wurde frisch saniert. Hier können sich jetzt die Jüngsten des Dorfes austoben. Foto: Gerd Engelsmann
Die Turnhalle von Dollenchen wurde frisch saniert.
Hier können sich jetzt die Jüngsten des Dorfes austoben.

Dollenchen gehört zu den familienfreundlichsten Orten Deutschlands

von Ina Brzoska

Dollenchen. Hinter gelben Rapsfeldern liegt dieses ehemalige Bauerndorf. Im dünn besiedelten Elbe-Elster-Kreis, ein Ort mit Feldsteinkirche, knatternden Traktoren und weidenden Schafen. Dollenchen könnte es so ergehen, wie den meisten Dörfern der Niederlausitz, Dörfer aus denen die Jugend wegzieht und in denen die Alten immer älter werden. Trotzdem zählt es heute zu den kinderfreundlichsten Orten Deutschlands.

Zweimal schon sollte Dollenchen sterben, weil unter der Erde Braunkohle liegt. Trotzdem ist hier jeder fünfte Einwohner unter 18 Jahre alt. Ein 260-Seelen-Nest mit vielen jungen Menschen. 30 Familien, fast 50 Kinder, gerade plant Dollenchen die nächste Hochzeit. Wenn nach Mittag der Bus einrollt und die Schüler heimbringt, dann lebt Dollenchen. Auf seinen Spielplätzen, im Vereinshaus, bei der Jugendfeuerwehr, in der Turnhalle.

Dass der Ort dem Trend trotzt, ist einer Frau mit leuchtend roten Haaren zu verdanken. Cordula Mittelstädt, die Gattin des ehrenamtlichen Bürgermeisters. Eine studierte Sozialpädagogin, selbst Mutter von drei erwachsenen Söhnen. Kinder rufen permanent ihren Namen, sie nennen sie schlicht Cordi. Angefangen habe alles mit einem Rekord, erzählt sie. "2006 wurden in Dollenchen sechs Kinder geboren." Eine kleine Sensation in der Region. Die resolute Frau wusste, dass es Betreuungsangebote geben muss, berufstätige Eltern fahren viele Kilometer zur Arbeit, bis nach Senftenberg oder Cottbus. Wer die Familien im Dorf halten will, so lautete ihr Credo, der muss sich kümmern.
Die Sozialpädagogin verteilte Zettel im Dorf, gründete einen Verein. Kinderland Dollenchen heißt das Projekt. Wichtig war Cordula Mittelstädt vor allem eins. "Das Angebot sollte unbedingt kostenlos sein", sagt sie, wohlwissend, dass viele Familien mit jedem Pfennig rechnen.

"Ich hatte hier selbst eine schöne Kindheit", sagt Cordula Mittelstädt, wenn sie gefragt wird, warum sie das ehrenamtlich macht. Sie findet, dass es in der DDR eine gute Kinderbetreuung gab, dass die Kinder vom Fernseher und vom Computer weg müssten.

"Tagsüber haben wir neue Angebote ausgearbeitet und Aufgaben verteilt, nachts habe ich nach Fördermöglichkeiten recherchiert", erzählt Cordula Mittelstädt. Sie durchforstete das Internet nach Stiftungen und gemeinnützigen Trägern. Viele Väter, Mütter und Senioren waren motiviert, mitzumachen. Doch die überschuldete Gemeinde brauchte vor allem eines: dringend Geld.

Mit einem neuen Konzept bewarb Dollenchen sich bei der deutschen Kinder- und Jugendstiftung vor zwei Jahren. Das Dorf konkurrierte mit 320 Gemeinden und erhielt eine Förderung. Es gab 15.000 Euro. Vor kurzem fuhr Cordula Mittelstädt dann nach Hamburg, um den HanseMerkur-Preis für Kinderschutz zu empfangen. Sie schüttelte Schirmherrin Eva Luise Köhler die Hand und brachte weitere 10.000 Euro mit zurück nach Brandenburg.

Inzwischen wurde ordentlich investiert. Es gibt eine Rutsche, Klettergerüste, Hüpftiere. Die Turnhalle wurde renoviert. Von der Förderung wird die Miete für den Vereinsraum bezahlt. In den Räumen findet jeden Monat ein anderes Programm statt, das den Eltern mitgeteilt wird.

Die neunjährige Andrea erzählt, dass sie sich am meisten auf den Tanzkurs freut, weil dort Choreografien zur Musik von Lady Gaga einstudiert werden. Die elfjährige Anne schwärmt vom letzten Backseminar. Ihre Eltern zogen aus der Ukraine nach Dollenchen, und kürzlich verriet die Mutter das Rezept für Piroggen. Der 13-jährige Maximilian lässt sich bei der Jugendfeuerwehr ausbilden. Der 14-jährige Jonas gibt zu, dass er manchmal aus Dollenchen flüchtet. Nach Finsterwalde, wenn da Disko ist.

Doch als Dollenchen vor einigen Monaten wieder auf der roten Liste stand und man sich vor dem Abräumbagger fürchtete, protestierten auch die Kinder mit. Das Dorf hatte Glück. 20 Jahre ist nun Ruhe.

Berliner Zeitung, 01.06.2010

 
Schneegestöber vom 13. Februar 2010 PDF Drucken E-Mail

 

Es gibt nur ein Wort für diesen Samstag Nachmittag: Suuuper !!! Eingeladen war zum "Schneegestöber". Zur Premiere dieser Veranstaltung spielte das Wetter mit und so gab es zu den vorhandenen Schneemassen am Ende der Woche noch ein bischen Neuschnee dazu.

Start war bei unserem Ehrenmitglied des Vereins Klaus Brösa. Die Sitzplätze auf den Schlitten blieben nicht lange leer. Hatten alle Platz genommen, kam die Ansage: "Festhalten" und ab ging die Fahrt ins Dorf. Über den Markt zum Gänseberg und durch die Schulstraße wieder zurück.

Natürlich mußte auch mal gewechselt werden. Aber das störte niemand, denn so eine Schlittenfahrt macht ja durstig und hungrig. Im Garten war schon angerichtet und bei Lagerfeuer gab es lecker Kinderpunsch, Brezeln und Bratwurst. Zum Schluß nahmen dann ein paar Papas ihren Mut zusammen und brachen zur letzten Dorfrundfahrt auf. Die Kinder waren begeistert und freuen sich auf den nächsten Winter mit einer Fortsetzung vom "Schneegestöber". Vielen Dank an Klaus Brösa !!!

 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 Weiter > Ende >>

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL